Glossar zum Thema Systemische Aufstellungen

Problemzustände - Beschwerden - Hilfe bei

Wo kann eine Systemische Aufstellung Hilfe bieten?

Das Anwendungsspektrum für systemische Aufstellungen:

Die nachfolgende Auflistung ist weder vollständig noch abschliessend. Sie versucht dem Leser und der Leserin einen Vorstellung zu vermitteln, bei welchen Problematiken oder Themen eine Systemische Aufstellung von Nutzen sein kann.

Es ist wichtig zu wissen, Systemische Aufstellungen sind nicht mit einem Orakel zu verwechseln, welches zu allen Lebensproblemen Antworten liefert oder einem Voodoozauber der auf Bestellung Wünsche erfüllt oder Heilung bringt.

Aufstellungen können z.B. helfen die Auswirkungen von zukünftigen Entschei-dungen auf die Beziehungsdynamik von Teams, Arbeitsgruppen, Beziehungen, etc. sichtbar zu machen. Bei Systemische Aufstellungen geht es in erster Linie um Beziehungen, Beziehungsdynamiken, den damit verbunden Verstrickungen und den daraus resultierenden Konsequenzen für die „Beteiligten“.
Auch wenn Sie ihre „Problematik“ in der nachfolgenden Auflistung finden, ist eine vorgängige Abklärung sinnvoll und wichtig. Damit eine Systemische Aufstellung auch wirken kann ist es wichtig dass einige Voraussetzungen gegeben sind.



Mögliche Ursachen sind unter anderem:

  • Belastende Vorkommnisse und Handlungen aus der Vergangenheit und der Gegenwart.
    • Von Familienmitglieder,
    • an Familienmitglieder, andere Personen,
    • im Arbeitsteam (soziale Systeme), … .
  • Übernommenes aus der Familie, … .
    • Schuldgefühle, Scham,
    • Verantwortung, Pflichten, Blockaden, … .
  • die Folgen von Ausgrenzungen, Familiengeheimnissen, .. .

Generelle Ziele von Systemischen Aufstellungen:

  • Blockierte oder gebundene Energien wieder in Fluss bringen,
  • zersplitterte Energien bündeln,
  • Verstrickungen die zu „fremdbestimmten“ Wahrnehmungen und Handeln führen, erkennen und auflösen (z. Bsp. „Das Übernehmen eines fremden Schicksals“),
  • der Ausgleich zwischen dem inneren (Blueprint) und den äussern Gesetzmässigkeiten (Lebensumfeld),
  • erlittenes Unrecht vergeben können, um selbst wieder frei zu werden,
  • die Wiederherstellung der inneren „Balance“,
  • destruktiven Dynamiken erkennen und auflösen,
  • Dissonanzen erkennen und ausgleichen,
  • das Annehmen des eigenen „Schicksals“,
  • das Erkennen von lösungsrelevanten Informationen.

Bei Auswirkungen auf die körperliche, physische Gesundheit:

  • Bei Allergien, Hautausschlägen,
  • bei Reizdarm, Reizblase,
  • bei Scherzen und Schmerzzuständen,
  • bei sich wiederholenden oder andauernden gesundheitliche Schwächen und Erkrankungen,
  • bei sich wiederholenden Unfällen,
  • bei Krankheiten, die nicht heilen wollen,
  • bei Erschöpfungszuständen durch Energieverlust, … .

Bei Auswirkungen auf die seelische, psychische Befindlichkeit:

  • Wiederholt in alte Muster zurückfallen,

  • Das Gefühl:

    • fremdbestimmt zu sein,

    • unter inneren Zwängen zu handeln,

    • wiederholt entgegen der eigene Überzeugung zu handeln,

    • nicht sich selbst zu ein,

    • nicht am richtigen Platz zu sein,

    • der Entwurzelung,

    • des Verlustes,

    • in der Trauer gefangen zu sein, 

      … .

  • Bei wiederkehrenden, belastenden:
    • Alpträumen,
    • Ängsten, Angstattacken, Verlustängsten, Existenzängsten,
    • depressiven Zuständen
    • Schuldgefühlen, Schamgefühlen, Wutgefühlen,
    • starken inneren Unruhezuständen, ... .

  • Bei Traumatisierung durch:
    • Tod - Verlust,
    • Misshandlung, Gewalt,
    • Missbrauch,
    • Kriegsgeschehen,
    • Mobbing,
    • Emigration - Heimatverlust, … .

 

 


Bei Auswirkungen auf das tägliches Selbstmanagement in unserem privaten und beruflichen Alltag:

  • Bei schwierigen, belastenden Lebenssituationen:
    • In der Familie,
    • In der Partnerschaft,
    • im Beruf, ... .
  • Zur Standortbestimmung und der Entscheidungsfindung:
    • Im Beruf,
    • der Partnerschaft,
    • bei Lebenszielen,
    • bei den Finanzen,
    • Fragen wie „bleibe ich oder gehe ich“ (Partnerschaft, Arbeitsplatz), ... .

  • Zum Erkennen von Ursachen und Ansätze zur Lösung zu finden:
    • Bei Konflikten, Mobbing,
    • bei Burnout, Überlastung, Dauerstress,
    • bei schwachem Selbstwertgefühl und oder Selbstvertrauen,
    • sich nicht Abgrenzen oder „nie nein“ sagen zu können, … .

  • Zu Suchtproblematiken und Abhängigkeiten:
    • Nikotin, Alkohol, Medikamenten, Drogen, …
    • Spielsucht, Essen, Sex, … .

  • Bei immer wieder aufflammenden Konflikten und Spannungen:
    • Mit der Familie (Eltern, Schwiegereltern, Geschwistern, Grosseltern, …)
    • in der Partnerschaft
    • mit den Kindern,
    • mit den Nachbarn, Arbeitskollegen, Vorgesetzten, … .

  • Bei Identitätsproblemen.

  • Wenn neue Beziehungen immer wieder scheitern.

  • Wiederholter falsche Partnerwahl.

  • Das Gefühl haben, keine Nähe oder ausgewogene Beziehung zu:
    • der Familie (Eltern, Geschwistern, Grosseltern, …)
    • dem Partner,
    • den / dem Kind/er,
    • aufbauen zu können, ... .

  • Bei Erfolglosigkeit, wiederholtem Scheitern:
    • Nicht ins Ziel kommen, nichts erfolgreich zu Ende bringen.

  • Bei Blockierungen:
    • Der Energie,
    • der Ressourcen, Fähigkeiten,
    • im Handlungsbereich, … .

  • Bei destruktiven Verhaltensmustern, behindernden Glaubenssätzen.

  • Der Wiederholung von Familiendramen:
    • Trennungen / Scheidungen,
    • Krankheiten, Unfällen, ... .

  • Probleme beim Setzen von Prioritäten:
    • Arbeitsbelastung - Freizeit (Burnout, Dauerstress, …),
    • ,to do (das vordringliche, existenzielle).
  • ... .

Im Umfeld von Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen:

  • Als Hilfestellung bei Fragestellungen:

    • Wie ist die vorherrschende Dynamik innerhalb des Teams und wie kann sie positiv verändert werden?
    • Was hat eine beabsichtigte Fusion oder Übernahme für Auswirkungen auf die bestehende Unternehmenskultur oder die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und des Managements?
    • Was sind die Auswirkungen einer geplanten Nachfolgeregelung?
  • Bei wiederholten Konflikten oder Mobbingvorkommen.

  • Bei Standortbestimmungen und Entscheidungsfindungen.

  • Zur Informationsgewinnung.

  • Zur Unterstützung des Teambildungsprozesses.

  • Zur Reduzierung von Reibungsverlusten.

  • Zur Bündelung der bestehenden Human-Ressourcen und Kräften.

  • Bei der Besetzung von Stellen und personellen Veränderungen

  • Zum Aufzeigen von Beziehungsdynamiken:
    • Koalitionen, Seilschaften,
    • gegenseitige Konkurrenz,
    • Ablehnung und Ausgrenzung,
    • Ausbeutung,
    • Machtvakuum, Führungsdefizite,
    • Machtmissbrauch,
    • Sündenbockdynamiken,
  • Bei fehlendem Support.

  • Bei fehlenden Ressourcen.

  • Aufzeigen von Dynamiken und Lösungsansätzen in Bezug:
    • Auf das Betriebsklima,
    • auf die Personalfluktuation,
    • auf Mobbing, Konflikte, ... .
  • ... .

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